Logo der Philosophischen Fakultät

Master-Studiengang "Sound Studies"

Der Masterstudiengang 'Sound Studies' wurde eingestellt. Für das WS 12/12 sind leider keine Bewerbungen mehr möglich.
Alle Studierenden unseres Masterprogramms können ihren Studiengang selbstverständlich regulär zu Ende studieren.

Studienziele

Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss einer vertieften und forschungsbezogenen wissenschaftlichen Ausbildung. Unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt und der fachübergreifenden Bezüge soll das Studium die fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden vermitteln, die zur wissenschaftlichen Arbeit sowie zur Anwendung und kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse erforderlich sind. Die Studienziele konzentrieren sich deshalb vor allem auf

  • ein an den aktuellen Forschungsfragen orientiertes Fachwissen auf der Basis vertieften Grundlagenwissens und auf
  • methodische und analytische Kompetenzen, die zu einer selbständigen Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse befähigen, wobei den Forschungsmethoden und -strategien eine zentrale Bedeutung zukommt.

Hinsichtlich späterer professioneller Tätigkeiten eröffnen die entsprechenden Spezialkompetenzen im Bereich von Musik und Sound als (auch wirtschaftlich) wichtigem Faktor unserer Gegenwartskultur Berufsperspektiven im Bereich der klassischen wie auch neuen Medien (z. B. Print, Rundfunk, Fernsehen bzw. Internet, Crossmedia-Plattformen), in Bereichen der Musikproduktion, -präsentation und -distribution (z. B. Verlage, Phono-Industrie und Musikhandel), aber auch auf dem Gebiet redaktioneller, konzeptioneller und organisatorischer Aufgabenstellungen (z. B. Museen, Festivals, Musikportale, Musikinstitutionen).

Konzept des Bonner Studienganges "Sound Studies"

Der Masterstudiengang "Sound Studies" ist das Ergebnis einer über mehrere Jahre hinweg verfolgten Neuorientierung, die das Fach Musikwissenschaft anschlussfähig an interdisziplinäre Diskurse und internationale Theoriestandards macht. Das Gegenstandsfeld wird über den Bereich der Musik hinaus auf alle Facetten von ,organised sound' ausgedehnt; klangliche Phänomene werden als Produkte ästhetischer Kommunikation im Rahmen der jeweils spezifischen kulturellen und medialen Formationen analysiert. Neben einem inhaltlichen Akzent, der sich mit Aspekten der Gegenwartkultur auseinandersetzt, werden die "Sound Studies" über erweiterte Fragestellungen kultur- und medienwissenschaftlicher Provenienz eine historische Tiefendimension erschließen, die komparativ die thematisierten Phänomene in einen weiter gefassten kultur- und mediengeschichtlichen Bezugsrahmen integriert und auf diese Weise den Studierenden erlaubt, die vermittelten Inhalte an andere Wissensgebiete anzukoppeln. Nicht zuletzt wird damit sowohl der Entwicklung der Musikwissenschaft im Kontext der angelsächsischen Forschung als auch neueren theoretischen Impulsen aus anderen Fächern Rechnung getragen, und auf diesen Wegen sollen die Studierenden behutsam an die Standards der aktuellen interdisziplinären und internationalen Forschung herangeführt werden. - Nach einer Einarbeitungsphase in die Analyse musikalischer und - parallel dazu - klanglicher Strukturen (insbesondere in das Gebiet des Sound Designs") sowie auf der Grundlage einer breiten historischen Kenntnis des Gegenstandsbereichs werden daher bereits im ersten Jahr auch wissenschaftstheoretische Modelle erörtert und an ausgewählten Beispielen exemplifiziert. Im Mittelpunkt des zweiten Studienjahrs stehen dann mehrere intensive Studien zu repräsentativen Themengebieten, die den Studierenden das komplexe Zusammenspiel von klanglichen, ästhetischen, medialen und kulturellen Faktoren bewusst machen sollen und sie zur eigenständigen Übertragung dieses strukturellen Verfahrens auf ein spezifisches Themengebiet im Rahmen der Master-Arbeit befähigen sollen.

Studienvoraussetzungen

Zum Studium im Masterstudiengang "Sound Studies" können zugelassen werden:

a) Absolventinnen und Absolventen von BA-Studiengängen der Universität Bonn, die den Minor/das Begleitfach „Ästhetische Kommunikation – Musikwissenschaft“ abgeschlossen haben;

b) Absolventinnen und Absolventen anderer Universitäten, Kunsthochschulen oder Pädagogischen Hochschulen, die einen Hochschulabschluss in einem musikpraktischen, musikpädagogischen oder musik-, medien- oder kulturwissenschaftlichen Studiengang erworben haben;

Voraussetzung für die Zulassung ist darüber hinaus der Nachweis der besonderen Eignung, der in einem separaten Verfahren zu erbringen ist. Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die das B.A.-Begleitfach „Musikwissenschaft“ an der Universität Bonn mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,0 abgeschlossen haben, gilt die Eignung als festgestellt.

Bewerbung um einen Studienplatz

Der Masterstudiengang 'Sound Studies' wurde eingestellt. Für das WS 12/12 sind leider keine Bewerbungen mehr möglich.

Aufbau des Master-Studienganges

Das Studium kann nur jeweils zum Wintersemester aufgenommen werden und gliedert sich deshalb in zwei Studienjahre. Die Studieninhalte werden in Form von Modulen vermittelt, die in der Regel aus mehreren thematisch, methodisch und systematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen bestehen und sich über ein oder zwei Semester erstrecken. Jedes Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen und mit Leistungspunkten (LP) nach ECTS ( European Credit Transfer and Accumulation System ) bewertet. Ein ECTS-LP entspricht einem kalkulierten studentischen Arbeitszeitaufwand (Workload) von 30 Stunden; und das Studium insgesamt hat einen Umfang von 120 Leistungspunkten, von denen 30 auf die Masterarbeit entfallen.

Erstes Studienjahr

Die Pflichtmodule des Master-Studiengangs "Sound Studies" fallen in das erste Studienjahr. Sie legen eine gemeinsame Basis von analytischen Fähigkeiten und historischen Kenntnissen, sie tragen zur Homogenisierung unterschiedlicher Wissensstandards bei und führen in das spezifische Profil der Sound Studies ein. - Die Pflichtmodule sind im Einzelnen den folgenden Themen gewidmet:

  • Einführung in die Sound Studies
  • Musikstrukturen
  • Archiv von Formen und Satztechniken
  • Akustik, Klangkörper und Klangräume
  • Wissenschaftstheorie
Zweites Studienjahr

Die zweite Studienhälfte ist ganz dem Wahlpflichtbereich vorbehalten, in denen die Studierenden eigenen inhaltlichen Präferenzen folgen können, in allen Fällen jedoch sich intensiv mit der komplexen Korrelation musikalisch-klanglicher, ästhetischer, kultureller und medialer Faktoren auseinandersetzen. Je nach Wunsch der Studierenden kann bereits mit Beginn des dritten Semesters ein Thema für die Master-Arbeit verabredet werden, die dann durch die (immer auf Transferleistungen hin ausgelegten) Seminare des Wahlpflichtbereichs, im vierten Semester dann auch durch das Examenscolloquium, eine intensive fachliche Begleitung erfährt. - Die (notwendiger Weise offener formulierten) Themen der Wahlpflichtmodule lauten:

  • Sound/Musik in kulturellen Formationen
  • Sound/Musik in medienästhetischen Kontexten
  • Sound/Musik in generischen Systemen
  • Sound/Musik in der Gegenwartskultur
Examen

Durch die Masterprüfung soll der Nachweis einer über den ersten berufsqualifizierenden Abschluss hinausgehenden wissenschaftlichen Qualifikation erbracht werden. Die Masterprüfung besteht aus

  • den studienbegleitenden Modulprüfungen, die sich auf die in den Modulbeschreibungen enthaltenen Lehrinhalte beziehen und
  • der Masterarbeit als abschließender Prüfungsleistung.

Ist die Masterprüfung bestanden, verleiht die Philosophische Fakultät der Universität Bonn den akademischen Grad "Master of Arts (M.A.)".

Prüfungsordnung

Bitte beachten Sie auch die Prüfungsordnung für die Masterstudiengänge der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (MAPO) auf die sich die bereitgestellten Informationen beziehen. Die studiengangspezifischen Informationen (Studienvoraussetzungen, Eignungsfestellungsverfahren, Modulpläne usw.) finden Sie auf den Seiten 236-240 im Anhang der Prüfungsordnung.